Seit etwa zwei Jahrzehnten ist der Begriff Shareholder Value im Zusammenhang mit der Geldanlage eine feste Größe. Mit dem Shareholder Value wollte man gezielt das Engagement in Aktienwerte von Aktiengesellschaften ankurbeln, um diesem wichtigen Instrumentarium für die Finanzierung strategischer und zukunftsorientierter Projekte von großen und mittelständischen Firmen einen größeren Wert zu verleihen. In dem kurzen und rasanten Zeitalter der New Economy um die Jahrtausendwende, wurde die Geldanlage in Aktienwerte mit Nachdruck und oft mit riskantem Einsatz betrieben. Die Unbefangenheit und Sorglosigkeit, mit der in dieser Phase riesige Geldmengen verbrannt wurden, ist vielen von uns noch gegenwärtig. Die Mahnungen von Fachleuten wie einem André Kostolany, dem damals wohl bekanntesten Börsen Guru und Kenner von Aktiengeschäften seiner Zeit, wurden ignoriert und sogar höhnisch belächelt. Die eher konservativ orientierten Anlageberater haben damals schon zum Engagement in
sichere Immobilien angeraten.
Eigentlich hätte man davon ausgehen wollen, dass diese schmerzhaften Erfahrungen in den Folgejahren zu größerer Vorsicht in puncto Geldanlagegeschäften geführt hätte, aber weit gefehlt. Die internationale Bankenkrise, die jahrelang durch mehr als zweifelhafte Anlagemechanismen auf amerikanische Immobilienwerte ausgelöst wurde, hat die Finanzwelt auf Jahre hin erschüttert und die Staatshaushalte vieler Länder auf Jahre stark belastet und einige fast in den Ruin getrieben.
Immobilienwerte haben auch Krisenzeiten überdauert
In der Folge dieser Krise sind viele Anleger weltweit in Goldwerte geflüchtet und dieser Trend hat sich bis heute fortgesetzt. In der Konsequenz ist der Goldpreis im Laufe der letzten zehn Jahre auf ein sehr hohes Niveau gestiegen. Es kann nicht prognostiziert werden, daß der Wert für edles Metall nicht noch weiter steigen kann, jedoch dürfen die Aussichten auf ansehnliche Renditen zunächst eher skeptisch beurteilt werden. Schwellenländer wie Indien, Brasilien und Russland machen durch große wirtschaftliche Wachstumsraten auf sich aufmerksam und könnten den Börsianern wieder neue Anreize auf anderen Anlageebenen verschaffen. Die einzige Anlageform, die alle Krisenzeiten einigermaßen schadlos überstanden hat sind Immobilien.
Immobilienwerte sind nur begrenzt vorhanden und empfehlen sich schon alleine aus diesem Grunde. Immobilien kaufen heißt jedoch auch sich gut beraten zu lassen und sich in den richtigen Projekten zu engagieren. Das gleiche gilt natürlich, wenn man Immobilien verkaufen möchte. Ein eigenmächtiges Vorgehen kann in beiden Fällen peinliche und überflüssige Verluste nach sich ziehen.
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