Heute wurde in Essen die Mitteilung des aktuellen Vorstandsvorsitzenden Reinhard Eick in Absprache mit dem bestellten gerichtlichen Insolvenzverwalters veröffentlicht, daß die Arcandorgruppe am kommenden Samstag ihre Bemühungen und Suche für einen möglichen Investor für das bestehende Gesamtunternehmen eingestellen wird. Danach soll nur noch die Suche für eventuelle Investoren für bestimmte Teilbereiche fortgesetzt werden.
Die Zerschlagung des Gesamtunternehmens Arcandor in den bestehenden Unternehmensverbund ist somit beschlossen und die möglichen Aufkäufer, wie die Metrogruppe aus Düsseldorf für die lohnenden Karstadthäuser in Deutschland stehen somit kurzfristig in den Startlöchern. Die wahrscheinliche Folge in diesem Segment wird demnach die Gründung der sogenannten Deutschen Warenhaus AG unter dem Dach der Metro AG sein.
Die Metro Gruppe ist einer der möglichen Gewinner aus der jetzigen Situation bei Karstadt und deren Beteiligungen, da die Arcandor Gruppe aus Essen die relevanten Übernahmegespräche mit der Metro Gruppe in der letzten Zeit einfach ausgesetzt hat und dadurch in die jetzige gesamtwirtschaftliche Schieflage geraten ist. Eine offizielle Eröffnung eines Insolvenzverfahrerns ist somit nur eine Frage der Zeit und öffnet somit die Tür für die Heuschrecken, die sich die Sahnestücke aus dem Konzern für günstiges Kapital erwerben können.
Das gesamte Insolvenzverfahren und deren möglichen wirtschaftlichen Folgen bei Arcandor tragen die angestellten Mitarbeiter, die durch die aktuelle Situation ihren langjährigen Arbeitsplatz kurzfristig für immer verlieren können, da keiner genau sagen kann, wie es bei den einzelnen Unternehemsnbereichen von Karstadt und Quelle weitergehen wird. Man kann hier nur hoffen, daß möglichst viele betroffene Arbeitnehmer ihre Stelle behalten können und das diverse Unternehmensbereiche, wie Karstadt und die Reisesparte Thomas Cook erhalten bleiben. Das Ziel bei Arcandor kann hier nur heißen, rette an Unternehmensteilen und Arbeitsplätzen was noch zu retten ist.
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