Die Verbraucherpreise innerhalb der Teilnehmerländer der Eurozone sind zum ersten Mal seit Einführung des Euros als gemeinschaftliche und länderübergreifende Zahlungsmittel binnen eines Monats gesunken. Somit erlebt aktuell die Währung Euro ein Anzeichen der Deflation, da die Wärhung nicht wie üblich an Wert zum Vergleichszeitraum verloren hat, sondern eher an Wert dazugewonnen hat.
Dieses ist aus Sicht der Europäischen Zentralbank ein historischer Moment, da die Gemeinschaftswährung vor knapp 10 Jahren offiziell als Zahlungsmittel in 12 Staaten der Europäischen Gemeinschaft eingeführt worden ist und die Währung hat seit dem immer an Wert verloren. Die Deflation für den Euro war generell von der EZB erwartet worden, da die Verbraucherpreise seit Monaten massiv gefallen sind und somit der Wert des Geldes für die teilnehmenden Länder und deren Bürger wieder gestiegen ist.
Der Euro erlebt aktuell die internationalen Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise, da der Wert der eigenen Währung steigt und die Zinsen der jeweiligen zuständigen Zentralbank ins Bodenlose gesunken sind bzw. fast beim Wert von Null angelangt sind. Auch wenn der statistische Wert nur um 0,1 % zurückgegangen ist, ist der Tatbestand der Deflation für den Vergleichsmonat erfüllt und zum Vergleich lag in Juli 2008 die Inflationsrate bei 4,0 %.
Daher ist hier sehr deutlich zu erkennen, dass der begonnene Preisverfall innerhalb der westlichen Welt weiter voran schreitet seit monaten und ein vorläufiges Ende hier nicht zu erkennen ist. Für den privaten Konsumenten ist diese Folge der Finanzkrise erfreulich, da er für sein Geld mehr als vor einen Jahr bekommt und der Wert der Währung dadurch stärker geworden ist. Für die kommenden Monate erwartet die EZB eine stabile Preisentwicklung und das wird die Wirtschaft und den privaten Konsum nachhaltig beleben.
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