Heute fand in Berlin im Bundeswirtschaftsministerium der große Showdown über die mögliche weitere Zukunft der deutschen Tochter von General Motors statt, da der Konzernchef von Fiat Herr Marchionne mit den deutschen Politikern Herrn zu Guttenberg und Herrn Steinmeier über die Zukunft von Opel aus Sicht von Fiat gesprochen hat. Es wurde bei diesen Treffen ein möglicher Sanierungsplan für Opel und seine deutschen Werke erörtert und besprochen.
Der Autobauer aus Italien will der mögliche große Gewinner aus der aktuellen Wirtschaftskrise werden, indem er sich an den maroden amerikanischen Konkurrenten Chrysler und GM, aber nur bei der deutschen Tochter Opel, direkt oder indirekt beteiligt. Mit diesen geplanten Maßnahmen will Fiat in die Liga von Volkswagen und deren verschiedenen Tochterunternehmen kurzfristig aufsteigen. Man beachte hierbei, dass VW für seine jetzige Firmengröße und deren große Vielfalt an verschiedenen Fahrzeugreihen mehrere Jahrzehnte und eine Menge an Geld benötigt hat.
Fiat versucht dieses mal eben auf Kosten der angeschlagenen Konkurrenten nachzuholen und ist daher bereit mehrere deutsche Montagewerke von Opel und den Markennamen von GM kostengünstig zu übernehmen. Die mögliche Rechnung hierfür zahlen die deutschen Mitarbeiter, da diese bei bestehenden Überschneidungen entlassen werden. Einen weiteren Teil zahlen die deutschen Steuerzahler, da Fiat nur einsteigen will, sofern der Konzern keine bestehenden Verbindlichkeiten von früher übernehmen muss.
Fiat benötigt nach seinem interessanten Plan mehrere Milliarden € an Staatshilfen um seinen Plan in die Realität umzusetzen, da Fiat selbst in Italien stark verschuldet ist und somit stellt sich hier die Frage, ob diese Form der Übernahme der richtige Weg für die Zukunft und das Überleben von Opel sichern würde. Der eigene Betriebsrat von Opel und führende Wirtschaftsforscher aus Deutschland stehen dem Plan von Fiat eher skeptisch gegenüber und hoffen eher auf die möglichen Rettungspläne der potenziellen anderen internationalen Mitbewerber, die sich für die Marke Opel interessieren.
Die nächsten Tage und Wochen werden uns allen zeigen, wer unter den Kandidaten aus dem in- und Ausland den bestmöglichen Plan zum Überleben der Traditionsmarke Opel aufzeigen kann und dieser zugleich auch am wenigsten an vorhandenen Arbeitsstellen und Geld von uns Steuerzahlern kosten wird.
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