Da sah man vor einiger Zeit eine spektakuläre Übernahme in der Automobilzulieferbranche, wo das Familienunternehmen der Schaefflergruppe mit Sitz im Frankenland die Continentalegruppe aus Hannover in einer feindlichen Übernahme spontan übernommen hat und renommierte Finanzanalysten staunten dabei nicht schlecht, wie in einer Nacht- und Nebelaktion der kleine David den großen Goliath übernommen hat. Man bedenke hierbei die Schaefflergruppe hat alleine weltweit 60.000 Mitarbeiter und die Continentale ungefähr 150.000 Beschäftigte in aller Welt.
Die gesamte Übernahmeschlacht war eigentlich zum wirtschaftlichen Scheitern verurteilt, da sich beide Geschäftsführungen nicht gerade grün miteinander sind und erst am vergangenen Wochenende ist eine Art Burgfrieden zwischen beiden beteiligten Parteien geschlossen worden, da sich der aktuelle finanzielle und dramatische wirtschaftliche Niedergang hier der angeschlagenen Automobilindustrie stark wieder spiegelt. Das neue Großunternehmen sitzt nach neusten Schätzungen auf aktuell 22 Milliarden € Schulden und beim stark zurückgehenden Absatz innerhalb der weltweiten Automobilbranche ist der deutsche Zulieferer mehr als kalt erwischt worden und sucht aktuell und vor allem sehr schnell einen neuen Großinvestor, der bereit ist eine Menge Kapital in das bedrohte Unternehmen zu investieren. Man bedenke, die Schulden wollen bei der aktuellen wirtschaftlichen Krise erst einmal verdient werden und das ist zur Zeit bekanntlich nicht sehr einfach.
In renommierten Fachkreisen wird bereits von Landes- oder Bundesbürgschaften für die Schaefflergruppe spekuliert, da keiner aus der heimischen Wirtschaftsbranche an einem Zusammenbruch dieses neuen Unternehmenszusammenschluss interessiert sein sollte. Es wären sonst ca. 210.000 Arbeitsplätze weltweit bedroht und daran wäre niemand interessiert. Diese Art der geplanten Bürgschaften wird und soll aber auch zeitlich begrenzt sein und zwar für den Zeitraum bis das Schlimmste von der aktuellen weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise überstanden sein wird.
Die nächsten Tage werden zeigen wohin für die angeschlagene Schaefflergruppe die Reise gehen wird und wer der gesuchte weiße Ritter sein wird, der diesem renommierten Zulieferunternehmen unter die bekanntlichen Arme greifen wird und somit das Überleben und die anschließende Neuausrichtung aus finanzieller Sicht für eine gewisse Zeit begleiten wird. Man vermutet, dass zum einen das Land Niedersachsen hier kurzfristig einspringen wird und zum anderen eventuell der Bund, der aus dem geplanten staatlichen Rettungsfonds für bedrohte heimische Produktionsunternehmen etwas dazu beisteuern wird. Die Chance auf eine Überleben für die Schaefflergruppe ist sehr groß und dieses wir nach heutigen Analystenmeinungen auch klappen, es ist daher nur die Frage des Wie und Wann für die geplante Rettungsaktion.
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