Da liest man heute mit Schrecken in der Zeitung, dass der weltweit größte Hersteller für chemische Erzeugnisse, die BASF mit Hauptsitz in Ludwigshafen nun auch voll von der weltweiten Wirtschaftskrise erwischt worden ist und daß das aktuelle Monatsergebnis von Dezember noch schlechter als im November 2008 ausgefallen ist. Die wirtschaftlichen Erwartungen werden bei der BASF in Ludwigshafen nicht als gerade rosig für die nächsten Monate eingeschätzt und somit fällt aus deren innerbetrieblichen Sichtweise eine kurzfristige Erholung des Geschäftes mit chemischen Erzeugnissen aus.
Der interne Puffer an Überstunden und an Auftragsbeständen ist in den letzten Wochen rapide gesunken und daher bereitet die BASF ihre Standorte und deren Mitarbeiter in Münster und Schwarzheide auf eine baldige Kurzarbeit vor. Für den Stammsitz in Ludwigshafen gilt dieses vorerst nicht, da man hier, wie im Allgemeinen erst die mittelfristige Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaft und deren Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen aus heutiger Sicht nicht einschätzen kann. Der weltweit führende Chemieriese hat durch den anhaltenden Abschwung eine volle Breitseite erhalten, das dadurch seine Umsätze stark zurückgegangen sind und ein Ende ist hier noch nicht absehbar.
Die BASF kann durch ein flexibles internes Arbeitszeitmodell den akuten Rückgang und den sehr starken Umsatzverlust intern vorerst noch ausgleichen, sieht sich aber bei einer anhaltenden Rezession gezwungen komplette Anlagen und Standorte für einen bestimmten festgelegten Zeitraum oder auch für immer zu schließen. Dieses ist aber abhängig von der weltweiten Nachfrage von den Produkten der BASF. Aktuell beträgt die Auslastung der einzelnen Standorte ca. 75 % und das ist aus interner betriebswirtschaftlicher Sicht zu gering, da zur Zeit nur noch eine sehr große Nachfrage an Pflanzenschutzmitteln und Mitteln für die Nahrungsmittelindustrie.
Die BASF ist sehr stark international mit ihrer Geschäftsstrategie und ihren chemischen Erzeugnissen ausgerichtet und daher merkt man hier sehr deutlich, wie bei jedem anderen international tätige Produktionsunternehmen, wie die weltweite Abschwung in alle wirtschaftlichen Produktionsbereiche eingreift und sich bemerkbar macht. Es ist und bleibt spannend, wie sich jedes einzelne Unternehmen gegenüber der Rezession aktuell und mittelfristig verhalten wird.
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