Die Behandlungskosten und die Arzneimittelpreise steigen in Deutschland seit mehreren Jahren rapide an und jede amtierende Bundesregierung versucht auf ihre Art und Weise etwas dagegen zu unternehmen. Die letzte Große Koalition hat seinerzeit den Versuch in der Republik unternommen, die bestehenden unterschiedlichen hohen Beitragssätze durch eine sogenannte einheitliche Kopfpauschale zu vereinheitlichen, um so die Kosten unter Kontrolle zu bekommen.
Aktuell scheint es so, dass die revolutionäre Plan zum Scheitern verurteilt sein wird, da den deutschen Krankenkassen zugleich bei einer eventuellen Unterfinanzierung die Möglichkeit zu einer Zuzahlung bis zu einer gewissen Höhe durch die jeweiligen Kassenmitglieder eingeräumt worden ist. Von dieser zusätzlichen Einnahmemöglichkeit machen immer mehr deutsche Krankenkassen Gebrauch und erheben diese Zusatzbeiträge im Durchschnitt von 8 € per Monat.
Der maximale Zusatzbeitrag liegt aktuell bei 37 € per Monat, da so versucht werden soll, die explosiv angestiegenen Kosten für die Gesundheit in Deutschland zum einen in den Griff zu kriegen und zugleich die angeblich entstandenen Zusatzkosten ezahlbar zu machen. Dieses sollte bei uns in Deutschland aber mehr als deutlich in Frage gestellt werden, da die Krankenkassen sich selbst immer mehr Luxus leisten und dieses wird auf Kosten der jeweiligen Mitglieder bezahlt werden.
Die amtierende Regierung will nun das bestehende Monopol der Pharmaindustrie in Deutschland unterbinden, doch wird dieser Vorschlag scheitern, da diese Idee nicht von der Regierung sondern durch die Pharmaindustrie selbst ins Spiel gebracht worden ist. Man kann hier zwar den Weg der Regierung erkennen, doch stellt sich die Frage, ob alle teilnehmenden Parteien hier das selbe Ziel mit einer nachhaltigen Preissenkung für die zu hohen bestehenden Arzneimittel in Deutschland verfolgen.
Kommentare