In Frankfurt am Main wurde heute nachmittag beim zuständigen Arbeitsgericht nach ein paar Stunden Dauer der größte angekündigte Streik bei der deutschen Lufthansa vorerst wieder beendet. Beide Parteien, ob nun der Arbeitgeberseite die deutsche Lufthansa und die andere Seite, die Gewerkschaft die Vereinigung Cockpit haben sich auf einen befristetes Aussetzten des jetzigen Warnstreiks für zwei Wochen bis Anfang März 2010 geeinigt.
Innerhalb dieses vereibarten Zeitraums haben nun beide Kontrahenten die neue Möglichkeit eine Einigung über die strittigen Themen zu finden. Der eigentliche Gewinner sind hier nicht die Lufthansa und die Gewerkschaft, sondern der gequälte Kunde, auf dessen Rücken hier eine adequate und tragbare Lösung gefunden werden sollte. Man beachte, dass der jetzige Konflikt bereits seit mehreren Monaten auf dem Tisch ist und bisher noch keine brauchbare Lösng gefunden worden ist.
Der Grund für den jetzigen Warnstreik leigt darin, dass die Vereinigung Cckpit vermutet und befürchtet, dass immer mehr bestehende Arbeitsplätze bei der Lufthansa abgebaut werden sollen. Diese sollen dann durch günstigere Arbeitskräfte aus dem Ausland und den dort bestehenden Tochtergesellschaften abgedeckt werden. Die Gewerkschaft fordert daher einen Übertrag des geltenden deutschen Arbeitsrechtes auf alle vorhandenen Tochtergesellschaften der Lufthansa.
Die bestehenden Forderung und den Schutz der deutschen Arbeitsplätze der Flugkapitäne ist im Prinzip noch nachvollziehbar, aber trotzdem ist der jetzige Warnstreik mehr als fraglich, da genau hier die Kunden der Lufthansa getroffenen werden und die können nichts für den bestehenden Tarifkonflikt. Es stellt sich daher so oder so die Frage, was die Vereinigung Cockpit mit der getroffenen Maßnahme erreichen will, da man auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und den beginnenden Aufschwung der heimischen Exportwirtschaft berückichtigen sollte von beiden Seiten.
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