Die weltweite Finanzkrise hat Ende 2008 Banken und Anleger aus aller Welt geschockt und in Atem gehalten. Viele Banken sind an den Folgen der Finanzkrise zu Grunde gegangen und auch viele Anleger haben eine Menge Geld verloren. Was hat sich nun nach der Finanzkrise an den Kapitalmärkten geändert?
Vor Allem für Anleger ist die Entwicklung nach der Krise ein Desaster. Schaut man sich die Entwicklung der Anlage –oder Kreditzinsen in einem umfangreichen
Zinsvergleich an, so wird schnell klar, dass diejenigen, die vor der Krise Geld langfristig angelegt haben, nun sehr stark profitieren. Sehr konservative Anleger, welche auf noch höhere Zinsen spekuliert haben, schauen nun bitteren Zeiten entgegen. Der Zinsvergleich zeigt, dass der Europäische Leitzins seit Mitte 2008 um mehrere Prozentpunkte gesenkt wurde. Dies hat zur Folge, dass sich Banken günstiger an den Kapitalmärkten refinanzieren können.
Auf der anderen Seite können sie aber Geld weniger lukrativ am Geld –und Kapitalmarkt anlegen. Die Folge daraus ist derzeit gut zu beobachten. Der Zinsvergleich zeigt, dass die Anlagezinsen innerhalb weniger Monate um bis zu 4 % zurückgegangen sind. Bekamen Anleger vor der Finanzkrise auf einem Tagesgeld noch bis zu 5 %, so müssen sie jetzt bei einer täglich fälligen Anlage häufig schon mit 1 % Zinsen rechnen. Der Zinsvergleich zeigt die gleiche Entwicklung bei langfristigen Anlageformen. Die Zinssätze sind auf Grund der Senkung der Leitzinsen sukzessive zurückgegangen. Doch wie haben sich die Kreditzinsen entwickelt? Auch die Kreditzinsen sind gesunken. Der Zinsvergleich zeigt eindeutig, dass die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank nicht komplett an die Kunden weitergegeben wurden, wenn es um die Vergabe von Darlehen geht. Langfristige Baufinanzierungsdarlehen sind nach der Krise mit ca. 3 % - 4 % sehr günstig zu bekommen und liegen auf einem historischen Tief.
Dennoch hat im Zinsvergleich zum Zeitpunkt vor der Krise nur eine Senkung um 1 % - 2 % stattgefunden. Das Gleiche gilt für die Senkung der Zinsen von Raten –oder Tilgungsdarlehen. In diesem Bereich haben kaum Zinssenkungen stattgefunden. Auch bei den Überziehungszinsen oder Zinsen für einen Dispositionskredit ist zu beobachten, dass kaum bis gar keine Senkung stattgefunden hat. Insgesamt lohnt sich nach der Krise für Anleger nur noch eine kurzfristige Anlage des Kapitals. Die Weltwirtschaft zieht langsam an, sodass mittelfristig von Zinsanhebungen auszugehen ist.
Dienstag, 27. Oktober 2009
Die weltweit größte Fast-Food Kette Mc Donalds mit Fillialen in fast allen Ländern dieser Erde merkt in Island mehr als deutlich die Folgen der aktuellen weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im eigenen Unternehmen. Die beiden noch vorhandenen Niederlassungen von Mc Donalds werden Ende Oktober auf der Insel für immer geschlossen.
Der amerikanische Fast Food Gigant betreibt seine dortigen Niederlassungen bereits auf Island seit 16 Jahren und wird diese nun für immer schliessen. Für Mc Donalds ist dieses ein herber Rückschritt in seiner eigenen Firmengeschichte, da es bisher so gut wie nie vorgekommen ist, dass der Fast-Food Anbieter ein Land aus wirtschaftlichen Gründen ein Land verlassen hat.
Die isländischen Niederlassungen haben zwar noch nie großen Gewinn für den gesamten Konzern eingebracht, da die gesamten Rohstogge und Zutaten zu meist aus Deutschland nach Island per Flugzeug importiert worden sind. Die eigene Volkswirtschaft von Island konnte die benötigten Zutaten selbst nicht zur Verfügung stellen.
Mc Donalds merkt aufgrund des Wertverfalls der islandischen Krone um fast 80 %, das sich das Betreiben der Fillialen in Island aus wirtschaftlicher Sicht und zu dem der teuren Importe auf keinen Fall mehr rechnet und somit verlieren in Folge der mehrere Angestellte ihren Arbeitsplatz bei MC. Somit leistet auch MC seinen Beitrag am Untergang der isländischen Wirtschaft und merkt zugleich die Folgen der jetzigen Krise im eigenen Unternehmen sehr deutlich.
Kommentare