Seit gestern Nacht deutscher Zeit sitzt der mächtige und wichtige Verwaltungsrat von General Motors in Detroit erneut zusammen und berät über einen eventuellen Verkauf der deutschen Tochter Opel an einen der beiden letzten möglichen Investoren und dieses sind entweder der belgische Finanzinvestor RHJ und der kanadisch- österreichische Automobilzuliefer Manga, der zugleich auch von der noch amtierenden Bundesregierung in Berlin favorisiert wird.
Die Opel Mitarbeiter schauen mal wieder sehr gespannt in deren eigene Firmenzentrale in Detroit im US-Staat Michigan, da die eigenen Mitarbeiter endlich über deren mögliche Zuukunft eine Art von Gewißheit haben möchten. Man beachte, daß noch vor Monaten der ehemals größte Automobihersteller der Welt GM kurz vor der realistischen Pleite gestanden hat und diese wurde nur durch milliardenschwere Unterstützung durch den amerikanischen Staat kurzfristig verhindert. GM sieht sich nach dem Durchlauf der amerikanischen Insolvenzverfahren wieder deutlich im Aufwind und will daher die deutsche Tochter auf keinen Fall verkaufen.
Die deutschen Standorte und die Bundesregierung sitzen zwar in einem Boot, wissen aber nicht, wie es mit den Standorten in Europa und deren jeweilgen Arbeitsplätzen in naher und ferner Zukunft weitergehen wird. Der GM Verwaltungsrat spielt hier eindeutig auf den Faktor Zeit und will so für sich selbst das bestmögliche Ergebnis erzielen. Nach internen Aussagen ist zur Zeit alles möglich, entweder ein Verkauf oder gar das alles so bleibt wie es ist.
Viele Mitglieder des Vorstandes haben Angst vor dem Verlust der sehr wichitgen Techniksparte mit Sitz in Rüsselsheim und daher wird hier vorerst wohl kein Verkauf stattfinden, da es eher den Eindruck macht, daß keiner genau sagen kann, was die Zukunft für Opel und deren Beschäftige bringen wird. Selbst der Kunde in Deutschland und Europa weiß nicht was kommen wird und man kann hier nur abwarten und hoffen, daß GM dieses Pokerspiel verlieren wird.
Die Rechnung zahlt so oder so der Mitarbeiter, da hier auf hoher Ebene über seinen Kopf, ohne eigenes Mitspracherecht, entschieden wird. Das gleiche gilt hier für die Bundesregierung, der aufgezeigt wird, wie Geschäftspolitik auf amerikanisch läuft und daher wird die Zeit zeigen, was kommen wird. Der Blick bleibt daher sehr gespannt auf die Zentrale von GM in Detroit und deren Entscheidung über Opel im Vordergrund.
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