Heute wurde in Berlin die letzte offizielle Hürde mit der Zustimmung des tagenden Bundesrats für den sehr dringend vom insolventen Versandhaus Quelle benötigten Not- und Überbrückungskredit in Höhe von 50 Millionen € mit einer Laufzeit von 6 Monaten genehmigt und somit kann nun der schon teilweise gedruckte neue Saisonkatalog für Herbst/Winter von Quelle bei den jeweiligen Druckereien bezahlt werden.
Die wochenlange Zitterpartie ist somit endgültig und vorerst vorbei und alle noch beschäftigten Mitarbeiter bei Quelle in Fürth können erstmal aufatmen und an ein mögliches Weiterbestehen des traditionellen Versandhauses in Deutschland glauben. Eine Art staatlicher Lichtstreifen ist somit erschienen und ohne die jetzige Beihilfe durch den deutschen Staat und der Genehmigung der EU aus Brüssel wären bei Quelle die Lichter wohl endgültig ausgegangen.
Man beachte jedoch, dass der jetzige Kredit an sehr harte Auflagen angebunden ist und nach einem gewissen Zeitrahmen muss der vorläufige Insolvenzverwalter ein tragfähiges Sanierungskonzept für die angeschlagenen Karstadttochter vorlegen und dieses wir wie üblich auf Kosten der beschäftigten Mitarbeiter passieren. Ohne diese Radikalkur hat Quelle keine Chance auf eine mögliche weitere Existenz.
Quelle hat in den letzten Wochen von der Großzügigkeit seinen bestehenden Lieferanten gelebt, da alles Bargeld kurz vor der Insolvenz an die Mutter Arcandor überwiesen worden ist und Quelle faktisch pleite und mittellos war. Viele Kunden sind mittlerweile von Quelle abgesprungen und man kann nur hoffen, dass der eingesetzte Sanierer ein tragfähiges Konzept hier vorlegen kann, s0 dass diese bestehende Traditionsmarke aus dem deutschen Versandhandel somit erhalten bleibt kann.
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