Die deutsche produzierende Wirtschaft scheint nun endlich und zugleich die sogenannte Talsohle bei den eingehenden Aufträgen aus dem in- und Ausland erreicht zu haben, da sich im Monat Mai ein unerwartetes und vor allem starkes Auftragsplus im Vergleich zum Vormonat abgezeichnet hat. Der sehr wichtig Frühindikator spiegelt hier wieder, was sich schon in anderen Bereichen der deutschen Wirtschaft wieder gespiegelt hat und somit der erhoffte Seitwärtstrend für die produzierenden Unternehmen in Deutschland erreicht wurde.
Damit verdichten sich hiermit die Anzeichen für das mögliche Ende der konjunkturellen Talfahrt für die heimische Industrie der letzten Monate und der Bodensatz für die notwendige Erholung könnte somit größer werden in den nächsten Wochen. Führende Ökonomen hatten nur mit einem plus von ca. 0,5 5 für den Mai 2009 gerechnet und in Wahrheit betrug der Zuwachs satte 4,4 % für den vergleichbaren Zeitraum. Man darf hier jedoch nicht vergessen, dass die gemessenen Auftragseingänge im Vergleich zu 2008 deutlich geringer ausgefallen sind und somit ist der jetzige Zuwachs mit Vorsicht zu betrachten.
Die Zunahme bei den benötigten Industrieprodukten läßt jedoch auf eine baldige Trendwende hoffen, da auch die deutsche Stahlindustrie im letzten Monat Juni mehr an an Erzeugnissen absetzen konnte als im Vergleich zu den letzten Monaten mit der Tendenz nach unten. Der wirtschaftliche Abschwung scheint sich auch in diesem Bereich deutlich zu verlangsamen und daher scheint auch hier der Point of Return erreicht zu sein und daher könnten die gedämpften Aussichten für die deutsche Stahlindustrie dennoch besser in den nächsten Monaten ausfallen, als aus heutiger Sicht zu erkennen ist.
Das Licht am Ende des Tunnels wird daher in fast allen Bereichen der angeschlagenen deutschen Wirtschaft seit dem immer größer zu werden und es deutet sich daher die dringend benötige und von vielen seit Wochen erwartete Seitwärtsbewegung für die heimischen Unternehmen an. Die Zeichen für die wirtschaftliche Erholungsphase machen der heimischen Wirtschaft immer mehr Mut und daher könnte wir dennoch die gesamte importierte Krise besser überstehen, als von manchem führenden Wirtschaftsökonom erwartet worden ist.
Kommentare