Freitag, 12. Juni 2009
Die Autofahrer in Deutschland schauen zur Zeit wohl sehr verwundert an die jeweiligen Zapfsäulen ihrer Tankstelle, da die Preise in den letzten Wochen für Normalbenzin und Super sehr stark angestiegen sind. Vor ein paar Wochen betrugen die preise je Liter knapp unter 1,20 € je Liter und lagen in den letzten Tagen nahe der 1,40 € je Liter Kraftstoff und keiner weiß, genau wie und wo durch die Preise so rasant angestiegen sind bei uns in Deutschland.
Die neue Rallye an den internationalen Ölmärkten kann sich kein nationalen oder internationaler Experte erklären, da die Verbräuche hier zu lande in Deutschland seit mehreren Monaten stark rückläufig sind und somit der Kraftstoff eigentlich stark günstiger sein müßte. Der Tiefpunkt an den Ölmärkten lag im November/Dezember 2008 bei unter 35 $ je Fass und der aktuelle Kurs bewegt sich aktuell um die Marke von 72 $ je Ölsorte.
Die Experten sehen hier eine Produktion von heißer Luft und sehen zugleich, das die Spekulaten im Markt wieder Fuss gefaßt haben und somit den Preis je Faß gehandeltem Öl wieder in die Höhe treiben, um zum einen eine großen Profit für sich zu erzielen und zum anderen das die Nachfrage nach Öl wieder stark steigen wird, sobald die internationale Wirtschaftskrise zu Ende sein sollte. Dadurch würde die interantional nachfrage nach Öl automatisch wieder stark zunehmen und der Preis würde daher wieder die 100 $ Marke wieder ins Auge fassen.
Das bisherige Jahreshoch für den Spritpreis in Deutschland ist aus wirtschaftlicher Sicht nicht erklärbar und keiner kann daher sagen, ob dieser jetzt wieder sinken bzw. weiter steigen wird. Die Erwartungen der Anleger sind wohl möglich hier größer als was der reale Markt hier hergeben wird und daher wird sich die kleine Spekulationsblase jedoch sehr bald wieder in Luft auflösen und der Preis wird wieder auf die Marke von ca. 50 $ je Fass zurückgehen.
Mittwoch, 10. Juni 2009
Heute wurde in Berlin die aktuelle und jährliche Jahresstatistik der Bundesregierung über die Entwicklung von Deutschland in Bezug von Gesamtdeutschland, West- und Ostdeutschland durch den Beauftragten Wolfgang Tiefensee vorgestellt. Aufgrund der heutigen Studie wird Ostdeutschland die jetzige Wirtschaftskrise besser überstehen, da die dortigen Unternehmen eher eine kleine und mittelständische Struktur haben.
Die neuen Bundesländer sind zugleich auch nicht so mit ihren Produkten und Dienstleistungen exportabhänging wie der Westen der Bundesrepublik und hier schlägt sich gerade die Wirtschaftskrise voll im Bereich der steigenden Zahl der Arbeitslosen und dem drastischen Rückgang des Exports der erbrachten Waren und Dienstleistungen aktuell nieder. Man erkennt hier sehr deutlich den bestehenden Unterschied zwischen Ost und West für den wirtschaftlichen Bereich. Die Struktur des Osten besteht daher eher nur kleinere mittleren Unternehmen und der Westen dagegen ist eher mit großen und international ausgerichteten Firmen ausgestattet.
Die Zahl der neuen Stellen hat im Osten deutlich mehr zugenommen als im Westen und daher ist hier auch eine deutliche Steigerung der Lebensqualität vor Ort, wo nach mittlerweile zwei Drittel der Mitbürger aus dem Osten mit der Entwicklung seit dem Fall der Mauer vor fast 20 Jahren sehr zufrieden sind. Die Ostdeutschen haben durch den Fall der Mauer nicht nur ihre Freiheit, sondern auch ein Mehr an individuellen Lebensmöglichkeiten für sich gewonnen.
Alles in allem kann man sagen, war der Fall des antifaschistischen Schutzwalls vor zwanzig Jahren ein Glücksfall für die Menschen im Osten der Republik und der Westen hat zugleich auf die eine oder andere Art davon profitiert. Die blühenden Wiesen werden zwar auf Jahre hinaus noch fehlen, aber die vorhandene Infrastruktur und die Lebensqualität hat sich aus der Sicht von Gesamtdeutschland für alle Bürger deutlich gesteigert und somit verbessert.
Dienstag, 9. Juni 2009
Heute Nachmittag hat der angeschlagene Essener Handeslkonzern Arcandor vorsichtshalber einen Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht in Essen gestellt, da bereits gestern die deutsche Bundesregierung die beiden gestellten Anträge auf Staatskredite von einmal 650 Millionen € und von 437 Millionen € als unzureichend bzw. nicht ausreichend genug begründet zu recht zurück gewiesen hat und somit die jetzige Situation für den Mutterkonzern von Karstadt ausgelöst hat.
Man stellt sich hier sofort die Frage, wie konnte so was überhaupt in Deutschland passieren, dass der größte und noch verbliebene Handelskonzern dieser Art einen Antrag auf Zahlungsunfähigkeit bei einem zuständigen Gericht stellen muss. Im Hintergrund sitzen dennoch zwei Großaktionäre, wie die Frankfurter Privatbank Bank Saal-Oppenheimer und die Familie Schickedanz, die fast 50 % am angeschlagenen Handelskonzern Arcandor besitzen. zugleich waren beide Großaktionäre dennoch nicht gewillt mehr an privaten Vermögen in den ehemaligen Karstadt Konzern beizusteuern, um so eine mögliches Überleben nach einer kompletten Umstrukturierung von Arcandor in Detuschland zu gewährleisten.
Der heutige Insolvenzantrag ist die reale Folge für die wirtschaftlichen Fehlentscheidungen der letzten Jahre der ehemaligen Top-Manager, wie von Herr Middelhoff und jetzt von Herrn Eick, die aufzeigen, dass es mit karstadt seit Jahren immer nur noch abwärts geht und somit aktuell mal eben fast 50.000 Beschäftige vor dem möglichen Nchts und der drohenden Arbeitslosigkeit stehen. Eine weitere Folge könnte das weitere Aussterben der betroffenen Innenstädte, wo Karstadt aktuell noch eine Filiale betreibt. Der ehemalige Karstadt Konzern durchlebt aktuell das selbe Schicksal wie seine ehemalige Tochter Hertie, die bereits komplett insolvent ist und gerade vom gerichtlich bestellten Insolvenz Verwalter abgewickelt wird.
Dieses ist somit eine Ironie des gemeinsamen Schicksals, da keiner genau sagen kann, wie es für die verschiedenen Spaten von Arvandor weitergehen wird. Der Reiseanbieter Thomas Cook soll wohl von der REWE - Gruppe aus Köln übernommen werden und für den Großteil der Karstadthäuser interessiert sich der Metro Knzern aus Düsseldorf, der geschickter Weise die jetzige Insolvenz abgewartet hat und daher eventuell weniger für den angeschlagenen Teil von Arcandor bezahlen muß.
Trotzdem gibt es hier zwei große Verlierer bei Arcandor, zum einen den angestellten Mitarbeiter, der mit seinem Arbeitsplatz die Zeche für die Fehler der Manager zahlen muß und der deutsche Konsument, der durch die insolvenz den letzten Vollsortimenter im Handelsbereich verlieren könnte. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, was bleibt und was geht, wie bei Hertie zu vor in diesem Krisenjahr 2009.
Montag, 8. Juni 2009
Der Bundesverband der Deutschen Industrie, kurz BDI hat in einer heute veröffentlichen neuen Studie über die aktuelle Situation der deutschen produzierenden Mitgliedsunternehmen das aktuelle laufende Jahr bereits jetzt komplett abgeschrieben und zugleich erwarten die befragten Mitglieder keine wirtschaftliche Erholung kurz vor Ende die Jahres bzw. Anfang kommenden Jahres für die jeweiligen Wirtschaftsbranchen.
Aus dieser Veröffentlichung ist eindeutig erkennbar, daß der wirtschaftliche Abschwung die befragten Unternehmen deutlich in Griff hat und daher erst wieder im Herbst 2009 eine leichte wirtschaftliche Erholung eintreten wird. Die befragten Unternehmen des BDI sehen zwar das mögliche Ende der jetzigen Krise für erreicht, aber wann genau dieser kommen wird kann keiner sagen.
Die Unternehmen des hiesigen Mittelstandes erwarten des Weiteren einen Rückgang bei den diesjährigen Umsatzerlösen und das die Zahl der beschäftigten Mitarbeiter Anfang kommenden Jahres rückläufig sein wird. Die positiven Umfragewerte aus der letzten Befragung haben sich binnen eine halbes Jahres mehr als deutlich nach unten halbiert und somit ist anhand dieser Aussage die Wucht der importierten Wirtschaftskrise für den Mittelstand deutlich sichtbar.
In die gleiche Richtung wie in die BDI- Statistik geht die neuste Konjunkturerwartung der deutschen Bundesbank, wonach die Wirtschaft in diesem Jahr um 6,2 % schrumpfen wird und dieses wäre mehr als bei den anderen Forschungsinstituten aus Deutschland. Klar ist dagegen, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr deutlich zurückgehen wird, aber es ist und bleibt nur noch die Frage der Höhe hier zu beantworten. Für das kommende Jahr erwartet die Bundesbank einen wirtschaftlichen Stillstand für die Entwicklung des nationalen BIP und die Zahl der Arbeitslosen steigt nach der Vorhersage der Bundesbank nicht so dramatisch an, wie von den anderen Instituten vorhergesagt worden ist.
Die Folgen und die vorhergesagten Zahlen zeigen sehr deutlich, daß keiner der Institute weiß, wie schlimm und vor allem wie lange die jetzige Krise hier zu lande noch anhalten wird. Es heißt daher abwarten und Tee trinken und somit ist Krise schneller vorbei, als es vorhergesagt worden ist.
ß di deutl
Donnerstag, 4. Juni 2009
Trotz aller weltweiten Wirtschaftskrisen und deren Auswirkungen genießt der Wirtschaftsstandort Deutschland mit seiner bestehenden und gut ausgebauten Infrastruktur im internationalen Vergleich für den Bereich Europa die größtmögliche Attraktivität unter allen verglichenen Staaten und bei den möglichen Investoren aus aller Welt. Dieses ist dennoch eine sehr gute Nachricht unter der Berücksichtigung der angespannten wirtschaftlichen Weltlage im Moment.
Dieses überraschende Ergebnis wurde von der internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young unter 800 international tätigen Unternehmen in den letzten Monaten durchgeführt und aktuell veröffentlicht. Deutschland hat somit seinen bisherigen Spitzenplatz für die Region Europa verteidigt und bleibt damit der meistgewählte Standort für geplante Investitionen und dieses gilt als Gütezeichen und der Glauben an den Standort Deutschland für die kommenden Jahre.
Diese Umfrage zeigt auch auf, dass Deutschland damit gestärkt auch aus der jetzigen Wirtschaftskrise hervorgehen wird und somit besser in die nahe Zukunft blicken kann als diverse Schwellenländer, die durch die jetzige Krise an Interesse für Investoren dramatisch verloren haben. Die führenden und aufstrebenden Schwellenstaaten China und Indien verlieren hier durch stark an Einfluß auf potenzielle Investoren und deren mögliche Folgen werden erst in den nächsten Jahren durch eine langsamere Erholung der jeweiligen Wirtschaft und stärkere Zunahme bei der Zahl der Arbeitslosen widerspiegeln.
Die Staaten in Westeuropa werden durch sich die restriktive Haushaltspolitik und der gesetzten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der letzten Jahre schneller von der Krise erholen, sofern diese im kommenden Jahr bereits beendet sein sollte. Es zeigt sich somit, dass die Staaten Europas und auch Rußland die Folgen der jetzigen grassierenden Finanz- und Wirtschaftskrise besser meistern werden als die aufstrebenden Schwellenländer und es wird daher für die anderen Staaten noch länger dauern, bis sie auf reale Augenhöhe zu den wichtigsten Wirtschaftsstaaten der Welt blicken können.
Mittwoch, 3. Juni 2009
Da die Wahlen für das kommende Europaparlament in Brüssel immer näher rücken und am jetzigen Sonntag die Abgeordneten für die nächsten fünf Jahre gewählt werden, gerät in Großbritanien der amtierende Ministerpräsident Gordon Brown immer stärker unter den politischen Druck des akuten Spesenskandals innerhalb seiner eigenen Partei.
Der deutsche Volksmund sagt zwar hier nur" Außer Spesen nichts gewesen", aber im englischen Königreich wiegen die jetzigen Probleme immer größer und könnte zum Schluß den jetzigen Premiereminister seine Regierung kosten und die eigene Partei in eine riesige Krise stoßen. Aktuell sind deshalb bereits schon die amtierende Innenministerin und einer wichtige Regionalministerin Opfer dieser politische Krise geworden.
Da in England die Abgeordneten versucht haben, jede mögliche Art über ihre eigenen Spesenkonton gegenüber des Finanzamtes abzusetzen, sind hierdurch verschiedene hochrangige Politiker in Großbritanien stark unter Druck geraten Diese Spesenaffäre zieht immer größere Kreise und wiegt aktuell sehr schlimm im politischen Lager von Gordon Brown und seiner Partei.
Die Politiker haben in England die Möglichkeit nach geltendem Steuerrecht ihre eigenen Ausgaben von der Steuer in Großbritanien abzusetzen. In Deutschland ist diese Form der Absetzbarkeit glücklicherweise durch einen monatlichen Freibetrag für die jeweiligen Politiker innerhalb des geltenden deutschen Steuerrecht schon sehr lange geregelt und somit können solche Missgeschicke hier zu lande nicht wirklich nicht passieren. Es werden immer neue falsche Spesenabrechnungen in England veröffentlicht und über die möglichen Folgen kann daher hier nur spekuliert werden.
Durch die jetzige Krise geht das politische Vertrauen der Bevölkerung gegenüber maroden und abgezockten Politikern sehr stark zurück und könnte somit zu einer großen Rücktrittswelle und Stühlerücken innerhalb der englischen Politik führen. Über die internationalen Folgen kann hier nicht viel gesagt werden, nur so viel, dass das vorhandene Vertrauen der anderen Staaten der Welt weiter rückläufig gegenüber Großbritanien und seiner amtierenden Regierung immer weiter zu nehmen. Die schlimmste Folge für Gordon Brown könnte diese Affäre somit den eigenen Job kosten und würde dazu führen, daß die Opposition unerwartet schnell nach einer Wahl an die Regierung käme, dieses ist nicht abwägig aus heutiger Sicht. Das Beste wäre hier ein kompletter politischer Neuanfang ohne die jetzigen Politiker, um das angeschlagene Vertrauen wieder aufgebaut werden kann innerhalb des englischen Königreichs.
Dienstag, 2. Juni 2009
Aktuell glauben sich die verbliebenen Aktionäre der schwer angeschlagenen und vom deutschen Steuerzahler am wirtschaftlichen Leben erhaltenen deutschen Bank Hypo Real Estate in die Zeit der Planwirtschaft und Kommunismus vor gut zwanzig Jahren zurückversetzt. Der Staat und sein Wirtschaftsministerium haben in dieser geschichtlichen Zeit mit seiner betriebenen Wirtschaftspolitik die Geschicke und wirtschaftliche Entwicklung gelenkt und vorgegeben.
Eine Möglichkeit in der Planwirtschaft waren auch die möglichen Enteignungen von bestehenden privatwirtschaftlichen Unternehmungen jeglicher Art und so kommt sich gerade mancher verbliebene Aktionär der HRE in Deutschland vor. Der deutsche Staat versucht mit dieser einmalige Sache seine eigenen Interessen und die staatlichen Garantien für die HRE von weit über 100 Milliarden € hiermit abzusichern und die möglichen Restrisiken hier so gering, wie es nur geht für sich und uns als Steuerzahler ausfallen zu lassen.
Die mögliche Pleite dieser ehemaligen deutschen Großbank käme den deutschen Staat aus finanzieller Sicht wahrscheinlich noch größer und über die Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland möchte man gar nicht nachdenken, daher will und wird der deutsche Staat die Verstaatlichung der HRE heute auf der außerordentlichen Hauptversammlung verkünden und beschließen. Viele vorhandene Kleinäktionäre haben gegen diesen Schritt ihren verständlichen Unmut ausgesprochen und wollen ihre eigenen Aktien behalten, da sich für die Zukunft einen großen Gewinn nach dem baldigen Ende der jetzigen Wirtschaftskrise für sich erwarten.
Der Bund will mit der bestehenden Mehrheit eine kurzfristige Kapitalerhöhung durchführen und zugleich will er damit die Mehrheit von über 90 % der Aktien erreichen. Das Ziel ist somit die unliebsamen Kleinäktionäre auszuschließen und die HRE komplett zu übernehmen und damit zugleich auch das bedrohte und angeschlagene deutsche Bankensystem an sich auf nationaler und internationaler Ebene zu beruhigen.
Dieser heutige Maßnahme gilt das der wichtige Meilenstein aus staatlicher Sicht, um die bestehende Wirtschaftskrise und deren mögliche Folgen somit gering und überschaubar für Deutschland zu halten. Ein Scheitern ist somit definit ausgeschlossen und der Neuanfang für die HRE und deren angestrebten Konzernumbau wäre damit eingeleitet worden.
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