Heute Nachmittag hat der angeschlagene Essener Handeslkonzern Arcandor vorsichtshalber einen Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht in Essen gestellt, da bereits gestern die deutsche Bundesregierung die beiden gestellten Anträge auf Staatskredite von einmal 650 Millionen € und von 437 Millionen € als unzureichend bzw. nicht ausreichend genug begründet zu recht zurück gewiesen hat und somit die jetzige Situation für den Mutterkonzern von Karstadt ausgelöst hat.
Man stellt sich hier sofort die Frage, wie konnte so was überhaupt in Deutschland passieren, dass der größte und noch verbliebene Handelskonzern dieser Art einen Antrag auf Zahlungsunfähigkeit bei einem zuständigen Gericht stellen muss. Im Hintergrund sitzen dennoch zwei Großaktionäre, wie die Frankfurter Privatbank Bank Saal-Oppenheimer und die Familie Schickedanz, die fast 50 % am angeschlagenen Handelskonzern Arcandor besitzen. zugleich waren beide Großaktionäre dennoch nicht gewillt mehr an privaten Vermögen in den ehemaligen Karstadt Konzern beizusteuern, um so eine mögliches Überleben nach einer kompletten Umstrukturierung von Arcandor in Detuschland zu gewährleisten.
Der heutige Insolvenzantrag ist die reale Folge für die wirtschaftlichen Fehlentscheidungen der letzten Jahre der ehemaligen Top-Manager, wie von Herr Middelhoff und jetzt von Herrn Eick, die aufzeigen, dass es mit karstadt seit Jahren immer nur noch abwärts geht und somit aktuell mal eben fast 50.000 Beschäftige vor dem möglichen Nchts und der drohenden Arbeitslosigkeit stehen. Eine weitere Folge könnte das weitere Aussterben der betroffenen Innenstädte, wo Karstadt aktuell noch eine Filiale betreibt. Der ehemalige Karstadt Konzern durchlebt aktuell das selbe Schicksal wie seine ehemalige Tochter Hertie, die bereits komplett insolvent ist und gerade vom gerichtlich bestellten Insolvenz Verwalter abgewickelt wird.
Dieses ist somit eine Ironie des gemeinsamen Schicksals, da keiner genau sagen kann, wie es für die verschiedenen Spaten von Arvandor weitergehen wird. Der Reiseanbieter Thomas Cook soll wohl von der REWE - Gruppe aus Köln übernommen werden und für den Großteil der Karstadthäuser interessiert sich der Metro Knzern aus Düsseldorf, der geschickter Weise die jetzige Insolvenz abgewartet hat und daher eventuell weniger für den angeschlagenen Teil von Arcandor bezahlen muß.
Trotzdem gibt es hier zwei große Verlierer bei Arcandor, zum einen den angestellten Mitarbeiter, der mit seinem Arbeitsplatz die Zeche für die Fehler der Manager zahlen muß und der deutsche Konsument, der durch die insolvenz den letzten Vollsortimenter im Handelsbereich verlieren könnte. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, was bleibt und was geht, wie bei Hertie zu vor in diesem Krisenjahr 2009.
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