Beim süddeutschen Automobilzuliefererunternehmen, der Schaeffler Gruppe, stehen in Folge der sehr teuren Übernahme des weltweiten aktiven Reifenherstellers Continentale aus Hannover und der daraus resultierenden eigenen Neuverschuldung aktuell 4.500 Arbeitsplätze in allen Unternehmensbeteiligungen auf der Kippe.
Die aktuelle schlechte Lage hat sich des Weiteren durch den dramatischen weltweiten Nachfragerückgang nach Wälzlagern der Schaeffler Gruppe in Folge der weltweiten Rezession noch verstärkt und dadurch wird es für alle Beteiligten immer enger. Ein sichere Folge für die Beschäftigten wird daher der kurzfristige Abbau von bestehenden Arbeitsplätzen innerhalb aller Unternehmensteile des neuen Unternehmens sein, da sonst das gesamte Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten kann.
Man kann daher sagen, der bisher angestellte Mitarbeiter bei Schaeffler muss nun für die gravierenden Folgen der geplanten Übernahme von Continentale mit seinem Arbeitsplatz bezahlen, da sich die Familie Schaeffler hier drastisch übernommen hat und von Glück sagen kann, wenn das neue Unternehmen am Leben bleiben sollte.
Nach Aussagen der Gewerkschaft stehen 4.500 Arbeitsplätze aktuell in Frage und somit sollen die bestehenden und sehr hohen Personalkosten stark abgesenkt werden. Des Weiteren wird über eine mögliche Verkürzung der bestehenden Wochenarbeitszeitmodell spekuliert und somit hätten die Beschäftigen dadurch auch weniger in der Tasche, aber einen sicheren Arbeitsplatz.
Man sieht am Beispiel der Schaeffler Gruppe, wenn der kleine David hier den Versuch unternimmt den großen Goliath zu schlucken und dadurch selbst in arge Bedrängnis gerät. Das eigene Überleben der Firma steht somit auf dem Spiel. Der deutsche Staat könnte hier zwar als Retter auftreten, aber wenn er selbst bei einem Unternehmen anfängt zu Helfen, folgt das Nächste sofort und eine Kette, die keiner mehr aufhalten kann, fängt an zu Rollen.
Die Familie Schaeffler und auch die Familie Porsche hätten sich doch besser vorher überlegen sollen, ob die jeweils geplanten feindlichen Übernahmen der richtige Weg gewesen wäre, da dieser Weg mit sehr vielen und vor allem teuren Hindernissen gepflastert ist. Das heutige Ergebnis ist ja weitläufig bekannt.
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