Die Bewohner der grünen Insel sind den Europäern ausnahmsweise mal eine Nase in Sachen Wirtschaft vorn, da die Republik Irland bereits per kurzfristigen Sondergesetz eine sogenannte Bad Bank eröffnet hat in Ihrem Land und somit können die angeschlagenen irischen Banken dort all ihre faulen Wertpapiere und Kredite parken und diese somit auf legalem Wege kurzfristig abschreiben.
Die Iren sind somit das erste Land innerhalb der Grenzen von Europa die stark risikobehafteten Wertpapiere dort lagern können und somit will der irische Staat die heimische Kreditvergabe wieder gezielt ankurbeln. Die gehemmte Kreditvergabe in der Republik Irland soll so wieder zur Neubelebung des irischen Wirtschaft beitragen. Die irische Regierung versucht mit allen möglichen Mitteln und erlaubten Wege aus der eigenen Rezession wieder herauszukommen.
Die Entlastung der jeweiligen Banken von ausfallgefährdeten Krediten und Wertpapieren ist die notwendige Voraussetzung für die mögliche Erholung der Bankenbranche, da so lange diese miesen Papiere in den Büchern stehen, droht eine eventuelle Abschreibungsgefahr und eine Ausdünnung der vorhandenen Kapitaldecke könnte die Folge sein. Eine weitere Folge ist die mögliche Abstufung der Bonität der jeweiligen betroffenen Bank.
Bei uns in Deutschland ist eine Schaffung einer zentralen Bad Bank für die schlechten Wertpapiere nicht geplant. Der deutsche Staat strebt eine dezentrale Lösung für jede einzelne Bank an. Die Banken sollen hierfür eine eigene Tochtergesellschaft mit eigenen Kapital ohne Staatshilfe gründen,wo dann diese schlechten Wertpaiere eingelagert werden sollen und der jeweilige Bankenmutterkonzern und deren Bilanzen wären somit dann entlastet.
Man wird in der kommenden Zeit sehen, wer hier den besten Weg mit dem richtigen Konzept aus der Bankenkrise bestritten hat. Entweder die Iren mit ihrer zentralen Lösung und der Bad Bank oder die Deutschen mit ihrer dezentralen Ansatz und der Gründung der eigenen Tochtergesellschaften.
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