Dienstag, 10. März 2009
Heute haben in Brüssel bei der monatlichen Tagung der jeweiligen nationalen Finanzminister den Weg für eine nationale Steuererleichterung freigemacht, indem sie den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union erlauben, ihre jeweiligen bestehenden Steuersätze für Dienstleistungen national für einen bestimmten Zeitraum ab zu senken bzw. den wirtschaftlichen Gegebenheiten kurzfristig anzupassen.
Durch diese einmalige und vor allem historische Maßnahme soll der europäische Binnenmarkt zum einen angeregt werden und zum anderen wird jedem Mitgliedsstaat der EU im Kampf gegen die aktuelle, importierte Wirtschaftskrise einen gewissen eigenen Handlungsspielraum zu haben. Die deutschen Verbraucher hingegen werden von diesem aktuellen Steuergeschenk leider nichts haben, da unser Finanzminister das Spiel Allein gegen Alle spielt und somit einen Riegel gegen nationale besfristete Steuersenkungen geschoben hat.
Nach seiner Aussage hätte der deutsche Finanzminister keinen weiteren Spielraum für befristete Steuergeschenke an die deutschen Verbraucher, da ja aktuell schon genug Geld an die deutschen Konsumenten und Unternehmen durch die beiden beschlossenen Konjunkturprogramme verteilt worden sei. Trotzdem muß hier abgewartet werden, ob nicht doch die deutschen Hotels und Gaststätten von dieser Maßnahme aus Brüssel dennoch profitieren können und durch einen ermäßigten Steuersatz wieder ihren schlechten Umsatz wieder ins Rollen bekommen würden.
Die EU will durch dieses Maßnahmenpaket die angeschlagene Konjunktur wieder ans Laufen kriegen und so den jedem Land der EU eine Art Individuallösung anbieten. Durch diese Möglichkeit können die bestehenden Steuersätze für Dienstleistungen auf bis 5 % national abgesenkt werden und somit der Grundstein zum Konsum der Verbraucher gelegt werden. Diese befristete Steuersenkungsmaßnahme scheint der richtige Ansatz aus der bestehenden Krise zu sein, aber ob diese auch hält, was sie soll, wird man in ein paar Monaten erst sehen.
Montag, 9. März 2009
Die tatsächlichen Folgen für die Weltwirtschaft ist eine riesige Vernichtung von bestehenden Vermögen. Laut einer aktuellen Studie sind bisher durch den weltweiten Abschwung bereits 50 Billionen Dollar vernichtet worden. Diese gewaltige Summe entspricht ungefähr 35 Milliarden €, die sich aktuell in Luft aufgelöst haben nach einer neusten Studie der Asiatischen Entwicklungsbank.
Der asiatische Raum, vor allem die aufstrebenden Entwicklungsländer, wie China, Taiwan und Indien leiden massiv unter den akuten Einschnitten des aktuellen weltweiten Abschwungs der jeweiligen Volkswirtschaften. Der Rückgang in Asien beträgt ca. 10 Billionen $ und dieses entspricht mehr als der Zunahme eines jährlichen Bruttoinlandsproduktes eine aufstrebenden Entwicklungslandes im Vergleich. Nach Einschätzung der Asiatischen Entwicklungsbank wird die jetzige Krise noch bis Ende diesen Jahres anhalten und erst dann und ganz allmählich werden sich die jeweiligen Volkswirtschaften anfangen zu erholen.
Für den europäischen Raum sind die Folgen der aktuellen Krise nicht ganz so schlimm wie in Asien, da die Volkswirtschaften in Europa die aktuelle Krise innerhalb der Finanz- und Wirtschaftsbranchen besser durch ihre stabilen Volkswirtschaften ausgleichen und entgegentreten können. Europa bietet durch den starken € und soliden Wirtschaftspolitik eine bessere Grundlage als der asiatische Raum mit den angeschlagenen und nicht so stabilen Landeswährungen.
In Europa mehren sich zudem die Anzeichen, daß die Wirtschaftskrise ihren möglichen Höhepunkt sehr bald erreicht haben sollte und somit die Phase der Erholung eintreten könnte. Trotzdem bleibt hier immer noch ein gewisses Restrisiko bestehen, da keiner genau sagen kann, wie lange und wie weitreichend die Krise noch sein wird. Die Gefahr der möglichen Geldvernichtung bleibt jedoch weiterhin bestehen und sofern die jetzigen riesigen Konjunkturprogramme ihre Wirkung zeigen werden folgt die Gefahr einer großen Inflation. Daher sollten die nationalen Währungshüter genau aufpassen, wofür hier das Geld ausgegeben wird.
Donnerstag, 5. März 2009
Aktuell konnte man heute der internationale Presse entnehmen, daß die Europäische Zentralbank Ihren aktuellen Zinssatz der internationale Wirtschaftskrise gezwungenermaßen anpassen mußte und somit ihren bestehenden Zinssatz aufgrund der wirtschaftlichen Schieflage auf 1,5 % absenken mußte. Der bisherige geltende Zinssatz lag bei 2,25 % und bedeutet eine Absenkung um ein 3/4 % Prozentsatz. Den Anfang machte heute Mittag überraschend die englische Zentralbank, die ihren bestehenden Zinssatz auf 0,5 % abgesenkt hat.
Durch diese abgestimmten Zinssenkungen wollen die wichtigsten Banken somit ihren möglichen Beitrag bei der Bekämpfung und als Gegenmaßnahme gegen den aktuellen wirtschaftlichen Abschwung in der Welt leisten. Ob diese getroffenen Maßnahmen der richtige Weg aus der Krise sind, wir die Zeit zeigen. Die großen Konzern der Welt schätzen hingegen, daaß die Rezession bis ins kommende Jahr 2010 anhalten wird.
In den USA rechnen ein Viertel der befragten Manager, daß die jetzige Rezession auch noch über das Jahr anhalten wird und erst gegen Ende des kommenden Jahr der Boden des wirtschaftlichen Abschwungs erreicht sein wird. Im asiatischen Raum hingegen wird die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung hingegen schon wieder positiver gesehen, da dort die ersten Anzeichen für ein Wiederbelebung der angeschlagenen Volkswirtschaften zu erkennen sei.
Den größten zu erzielenden Profit erhoffen sich die befragten Manager aus dem Dienstleistungssektor, da dieser wohl noch am Besten zur Zeit funktioniere und am Besten auf aktuelle Geschehnisse reagieren kann. Es bleibt daher abzuwarten wohin die wirtschaftliche Reise in der Welt gehen wird und man sollte hoffen, daß die aktuelle Wirtschaftskrise hier sehr baldiges Ende finden wird.
Mittwoch, 4. März 2009
Heute wurden in Peking vom staatlichen Wirtschaftsministerium die aktuellen monatlichen Zahlen über die Entwicklung der wirtschaftlichen Leistungen innerhalb der Volkswirtschaft von China veröffentlicht und man kann seinen Augen nicht glauben, da zu ersten Mal seit mehreren Monaten die Zahl der neu erteilten Aufträge größer geworden ist, als von den staatlichen Analysten aus China vermutet worden ist.
Die internationalen Börsen reagieren mit einem spontanen Kursfeuerwerk an den wichtigsten Börsenplätzen dieser Welt aufgrund dieser sehr freudigen und nicht erwarteten Nachricht aus dem Reich der Mitte. Die deutsche Börse und vor allem der DAX legten daher im Durchschnitt mehr als 5% an Wert zu und man konnte eine kräftige Erholung bei den nachgebenden Kursen der wichtigsten Werte binnen der letzten Tage erkennen. Aufgrund dieser interessanten Nachricht lege zugleich auch der Preis für Rohöl kräftig zu.
Trotz alle dem sollte die Nachricht mit größter Vorsicht genossen werden, da keiner genau weiß, ob diese Momentaufnahme nicht nur ein kleines Strohfeuer ist oder doch gar die Wende für die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt bedeuten würde. Man könnte daher meinen, dass eventuell die internationale Wirtschaftskrise so schnell wieder verschwunden ist, so schnell sie vor einem Jahr aus den USA in die Welt hinaus gesandt worden ist.
Tendenziell zeigt die weltweite wirtschaftliche Entwicklung in Richtung Abschwung und Stellenabbau, da alleine als Beispiel die Aufträge für den Maschinenbau aus Deutschland, die eingehenden Aufträge sich seit Dezember 2008 fast halbiert haben und über die internationalen Autobauer ganz zu schweigen. Man darf hier nur offen das dieser kleine Lichtblick aus Asien der Anfang vom Ende für die Rezession der Weltwirtschaft bedeuten würde und das somit die Zuversicht in die Wirtschaft wieder größer wird. Das sogenannte Licht am Ende des Tunnels scheint aus chinesischer Sicht nicht mehr in weiter Ferne zu sein.
Dienstag, 3. März 2009
General Motors aus Detroit will trotz akuter finanzieller eignen Probleme und aufgrund der nationalen und internationalen Krise und der herrschenden Absatzkrise innerhalb der Automobilbranche seinen eigenen Zulieferbetrieb Delphi, den man im Jahre Ende der 90 Jahre des letzten Jahrhunderts verkauft hat wieder in den Firmenverbund zurückholen. Dieser mögliche Zukauf dieses wichtigen es Zulieferers wäre ein glatter Widerspruch zu den benötigten Finanzmitteln der amerikanischen Regierung, um sein eigenes betriebliches Überleben in den USA zu garantieren.
Der geneigte Leser beachte, dass der Zulieferer Delphi seit 2005 in den USA unter dem Gläubigerschutz der US-Regierung steht und selbst seit mehreren Jahren versucht, sich selbst zu sanieren, um wieder in ruhige Fahrwasser zu gelangen. Dieses scheint jedoch aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise innerhalb der USA mehr als fraglich zu sein und man kann davon ausgehen das die geplante Sanierung bei Delphi auf Kosten der beschäftigten Mitarbeiter.
Der ehemals größte Automobilbauer der Welt plant nur die Übernahme die Sparte der Lenksysteme von Delphi kurzfristig zu übernehmen, um sich so bei einer mögliche Pleite von Delphi selbst am Leben zu erhalten, da GM auf die Lenksysteme von Delphi für seine eigenen Fahrzeuge angewiesen ist. Die Gespräche für eiehn Übernahme laufen laut internen Firmenkreisen schon seit längerem und treten nun in die entscheidende Phase.
Die Lenksystembereiche von Delphi standen schon einmal vor zwei Jahren zum Verkauf an General Motors, aber damals sprang spontan noch ein potenzieller externer Investor bei Delphi ein und wollte die komplette Firma auf einmal sanieren, was aber wohl nun gescheitert sein wird. General Motors ist wohl laut Insidern erst am Anfang von vielen wichtigen Firmenzukäufen binnen dern nächsten Monate, da man sich von den vielen kleinen nationale Zulieferern innerhalb der USA abschotten will und alle ehemaligen verkauften Sparten wieder in den Mutterkonzern von GM eingliedern möchtel. Das Ziel von GM kann daher nur lauten, man will sich über diesen geplanten Weg wieder konkurrenzfähig zu werden innerhalb der angeschlagenen Autobauerbranche.
Montag, 2. März 2009
Nach einer aktuellen Studie der Bundesagentur für Arbeit aus Nürnberg war die Einführung der ICH-AG und der daraus resultierenden Gründung einer kleinen eigenen Firma am heimischen Wirtschaftsstandort Deutschland nach eigenen Angaben ein voller Erfolg. Die Bundesagentur feiert sich somit selbst, da sie ihre eigene Studie mit dem überraschenden Erfolg über die ICH-AG heute veröffentlicht hat.
Man sollte hierbei bitte bedenken, daß der Antrag für eine Gründung einer kleinen eigenen Ich-AG und die Beantragung des möglichen Überbrückungsgeldes für die Gründung nur bis zum Sommer 2006 in Folge der Sozialreformen, besser bekannt als "Hartz-Gesetzte" in Deutschland möglich war. Es ist zwar richtig und auch unbestritten, dass durch die Reformen in Deutschland mehr Langzeitsarbeitslose wieder in Lohn und Brot gebracht worden sind, aber wie sieht das Ergebnis aus heutiger Sicht aus.
Laut dieser Studie existieren immerhin noch zwei Drittel aller ICH-AGs in Deutschland und sogar 20 % aller Antragssteller sind immerhin durch die Gründerhilfe aktuell soziaversichungspflichtig gemeldet. Dieser Erfolg der Bundesagentur für Arbeit ist und bleibt heute bis unbestritten, es muß aber hier auch gefragt werden, wie diese Kleinstfirmen die aktuelle und vor allem importierte Wirtschaftskrise ohne dauerhaften Schaden überstehen wollen.
Es sind durch die ICH-AG nicht nur Hausmeisterbetriebe und Kosmetikstudios entstanden, denn auch viele arbeitslose Akademiker haben die staatliche Gründungshilfe in Anspruch genommen. Insgesamt seien von 2003 bis 2006 ungefähr 600.000 Anträge bei der Agentur für Arbeit auf Förderung der jeweiligen Geschäftsidee gestellt worden. Man kann diesen kleinen Unternehmungen nur wünschen, dass sie hierdurch einen eigenen und praktischen Weg aus der Arbeitslosigkeit gefunden haben. Der Weg zum eigenen Wohlstand ist und bleibt das ziel für jeden einzelnen Betroffenen.
. Ohmehr langzLeute in Loh
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