Seit gestern Abend sitzt in den USA der ehemalige Börsenstar Bernie Madoff im amerikanischen Gefängnis und wartet dort verdient auf seinen Prozeß wegen Veruntreuung von Milliarden US Dollar. Aufgrund der aktuellen Finanzkrise ist das sehr rentable Wertpapiergeschäft von Madoff Ende letzten Jahres endlich aufgeflogen und somit kann hier nun endlich recht gesprochen werden.
Amerikanische Gerichtsbeobachter vermuten das Madoff für den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen wird, da er aufgrund seines Schneeball-System ungefähr 2350 renommierte Anleger um ihr eingezahltes Geld bei seinem Unternehmen gebracht haben wird. Das System funktionierte sehr einfach, da er seinen neuen Anlegern sehr hohe Zinsen für ihre jeweilige Einlage bei ihn versprochen hat. In Wahrheit hat er mit den neuen Einzahlungen nur die Anleger bedient, die bereits vorher schon bei seinem Unternehmen ihr Geld einbezahlt hatten.
Im größten Betrugsfall der amerikanischen Finanzgeschichte können die Geschädigten nur eine bedingte Rückzahlung ihrer sehr hohen Einlagen rechnen, da bei Madoffs Firma nur eine kleine Summe von den amerikanischen Finanzbehörden sichergestellt werden konnte seinerzeit. Diese scheint jedoch sehr verwunderlich, da Madoff und seine Mitarbeiter aktiv in den letzten Jahren keine Wertpapiere mehr an den Börsen mehr investiert haben soll, sondern die frischen Geldeinlagen ging direkt an die alten Anleger, die bereits auf Ihre versprochenen Gewinne gewartet haben.
So kann man hier sagen, dass die aktuelle Finanzkrise in den USA auch zu etwas Gutes hatte, indem hier dieses größte Finanzskandal seit Bestehen der Wallstreet in den USA aufgedeckt wurde. Ohne die Wirtschaftskrise würde Madoff wohl weiter seine kriminellen Machenschaften an den Börsen treiben und sein Luxusleben weiter genießen. Ein ehemaliger amerikanischer Traum ist somit nun endgültig und vor allem zu recht aus geträumt. Somit ist nun auch Herr Madoff in der wirtschaftlichen Realität der USA angekommen und schaut sich diese nun aus einer normalen Zelle im Gefängnis und kann nichts mehr dagegen unternehmen.
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