Heute haben in Brüssel bei der monatlichen Tagung der jeweiligen nationalen Finanzminister den Weg für eine nationale Steuererleichterung freigemacht, indem sie den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union erlauben, ihre jeweiligen bestehenden Steuersätze für Dienstleistungen national für einen bestimmten Zeitraum ab zu senken bzw. den wirtschaftlichen Gegebenheiten kurzfristig anzupassen.
Durch diese einmalige und vor allem historische Maßnahme soll der europäische Binnenmarkt zum einen angeregt werden und zum anderen wird jedem Mitgliedsstaat der EU im Kampf gegen die aktuelle, importierte Wirtschaftskrise einen gewissen eigenen Handlungsspielraum zu haben. Die deutschen Verbraucher hingegen werden von diesem aktuellen Steuergeschenk leider nichts haben, da unser Finanzminister das Spiel Allein gegen Alle spielt und somit einen Riegel gegen nationale besfristete Steuersenkungen geschoben hat.
Nach seiner Aussage hätte der deutsche Finanzminister keinen weiteren Spielraum für befristete Steuergeschenke an die deutschen Verbraucher, da ja aktuell schon genug Geld an die deutschen Konsumenten und Unternehmen durch die beiden beschlossenen Konjunkturprogramme verteilt worden sei. Trotzdem muß hier abgewartet werden, ob nicht doch die deutschen Hotels und Gaststätten von dieser Maßnahme aus Brüssel dennoch profitieren können und durch einen ermäßigten Steuersatz wieder ihren schlechten Umsatz wieder ins Rollen bekommen würden.
Die EU will durch dieses Maßnahmenpaket die angeschlagene Konjunktur wieder ans Laufen kriegen und so den jedem Land der EU eine Art Individuallösung anbieten. Durch diese Möglichkeit können die bestehenden Steuersätze für Dienstleistungen auf bis 5 % national abgesenkt werden und somit der Grundstein zum Konsum der Verbraucher gelegt werden. Diese befristete Steuersenkungsmaßnahme scheint der richtige Ansatz aus der bestehenden Krise zu sein, aber ob diese auch hält, was sie soll, wird man in ein paar Monaten erst sehen.
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