Ein sehr bekannter Begriff aus der DDR macht heute die Runde in der deutschen Wirtschaft der sogenannte VEB, der Betrieb der vom Staat aus gelenkt und gesteuert wird in jeglicher Hinsicht. Der VEB bedeutet Volkseigener Betrieb und gehört sozusagen dem deutschen Staat. Dieses könnte aktuell heute bei der deutschen Tochter Opel von General Motors passieren, da heute in Washington D.C die großen drei Autobauer GM, Ford und Chrysler der neuen US - Regierung Rede und Antwort für neue Milliardenkredite zum eigenen Überleben stehen müssen und der aktuelle Ausgang ist sehr ungewiß.
GM, Ford und Chrysler hatten zuletzt vor 3 Monaten 14 Milliarden $ Überbrückungskredite von der alten US - Regierung mit der Auflage zum internen Sanieren bekommen. Heute ist der sogenannte Jugedement Day, wo die amerikansichen Autobauer erklären müssen, wie sie ihr jeweiliges Unternehmen kurz- und mittelfristig sanieren wollen. Ford und Chrysler wollen nach Analystenangaben jeweils mehrere 10.000 Stellen und Werke in den USA streichen, wobei es Ford generell besser als Chrysler geht und man davon ausgehen kann, dassFord alleine die aktuelle Wirtschaftskrise in den USA überleben wird. Bei Chrysler sieht es aus wirtschaftlicher Sicht sehr düster und schlecht von allen drei Autobauern aus Detroit aus und damit besteht hier die größte Gefahr einer möglichen Insolvenz, wie diese schon seit Tagen durch die wichtigen Wirtschaftsmedien der USA spekuliert wird.
Bei GM sieht es daher ähnlich, wie bei Chrysler aus und daher besteht beim ehemals größten Autobauer der Welt die Gefahr, dass die geplante Sanierung auch die deutsche Tochter Opel voll treffen kann. Aufgrund der sehr schlechten wirtschaftlichen Lage ist eine Schließung der Opelwerke in Antwerpen und Bochum nicht ausgeschlossen und der Verkauf des Werkes in Eisenach käme noch dazu, um das Überleben der amerikanischen Mutter GM zu Ermöglichen.
Die Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland wären nicht katastrophal, da hierdurch direkt und indirekt ca. 150.000 Arbeitsplätze bedroht wären. Daher überlegt die deutsche Bundesregierung, ob sie sich nicht direkt an Opel beteiligen soll, um so das schlimmste Zenario und die mögliche Schließung deutscher Werke entgegen zu wirken. Diese politische Überlegung geht in die richtige Richtung, da Opel an sich ein gesundes deutsches Unternehmen wäre und ein Nachfragemarkt für die Autos von Opel vorhanden ist. Es stellt sich daher hier die Frage, in welcher Form und in welchem Zeitraum sich der deutsche Staat mit Steuermitteln beim angeschlagenen Autobauer Opel zu dessen eigener Sanierung beteiligen soll. Der ursprüngliche Grundgedanke geht also in Richtung VEB, aber mit der Annahme, daß der deutsche Staat hier nur auf Zeit die wirtschaftlichen Belange von Opel steuern und lenken wird, bis das Opel selbständig unternehmerisch arbeiten kann.
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