Da kommt man sich vor wie in der DDR vor 20 Jahren, da die allmächtige und allgegenwärtige Staatssicherheit alles erdenkliche unternimmt, um möglichst alles über ihre eigenen Staatsbürger zu wissen und im Notfall gegen diese dann einzusetzen, ob nun positiv oder negativ. Es stellt sich somit hier automatisch die große Frage, was der Bahnvorstand oder besser Herr Mehdorn mit dieser Abhöraktion erreichen bzw. bezwecken wollte.
Offiziell wollte er gegen die angebliche Korruption innerhalb des Bahnkonzernes vorgehen, aber mit welchen Mitteln und zu welchem wirklichen Zweck werden hierbei mal eben 173.000 Mitarbeiter der Deutschen Bahn rasterfahndungsähnlich durchleuchtet. Man kann zwar hier verstehen, dass man die interne Korruption bekämpfen will, aber trotzdem bleibt hier ein gewisser Unglaube gegenüber der jetzigen Unternehmenspitze gegenüber den durchgeführten Durchleuchtungsaktionen bestehen bleibt. Als Mitarbeiter fragt man sich, was das alles wohl soll und über den entstandenen wirtschaftlichen Schaden der Deutschen Bahn kann hier nur spekuliert werden.
Des Weiteren gilt die halbherzige Entschuldigung eher als ein Hohn als vor Ehrlichkeit glänzend und daher muß hier die Frage nach einem Wechsel auf der Führungsposition bei der Deutschen Bahn laut nachgedacht werden, da aktuell Herr Mehdorn nur noch durch unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel unterstützt wird. Man kann davon ausgehen, daß bereits intern diversen Namen über mögliche Nachfolger bereits gehandelt werden und ein Auswechslung wohl in naher Zukunft die Folge aus der aktuellen Affäre sein wird.
Durch diesen akuten Fall werden innerhalb des Wirtschaftsstandortes Deutschland die Vermutung immer größer, daß auch andere große Unternehmen ihre eigenen Mitarbeiter abhören bzw. beobachten lassen. Neben der Deutschen Bahn wird diese Abhörmethode auch bei der Deutschen Telekom offiziell gegenüber entsprechenden beschäftigen Mitarbeitern durchgeführt, wie heute aus Führungskreisen der Telekom verlautet ist. Es stell sich daher hier die Frage nach den rechten der eigenen Mitarbeiter und welche weiteren Praktiken hier noch von den eigenen Unternehmen betreiben werden. Diese beiden deutschen Großkonzerne werden wohl nur die Spitze des Eisberges sein und man wird sehen, welche weitern bekannten Firmen noch dazu gehören und diese Praktiken des großen Abhörbruders intern betreiben.
Kommentare