Am heutigen Freitag hat der Speicherchip-Hersteller Qimonda einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Dresden für seine 12.000 weltweit beschäftigten Mitarbeiter und deren Produktionsstandorte in Portugal und Deutschland gestellt. Die heimische Presse sieht eine große Teilschuld bei der deutschen Politik und nicht bei der Geschäftsführung von Qimonda mit Sitz in Dresden.
Man beachte hier, daß der Frestaat Sachsen und Portugal erst vor einem Monat einen gemeinsamen Kredit von 150 Millionen Euro in Aussicht gestellt haben. Der Chiphersteller ist eigentlich durch den weltweiten Preisverfall von Chips in die aktuelle wirtschaftliche Schieflage geraten, da der weltweite Markt der Chiphersteller stark überschaubar ist und zugleich zwischen allen Herstellern ein Hauen und Stechen um jedes Prozent Marktanteile gibt. Die Firmenmutter Infineon mit Sitz in München hat sich kluger- und taktischerweise aus dem gescheiterten aktuellen staatlichen Rettungsversuch herausgehalten und kann sich somit als der eigentliche und vor allem heimliche Gewinner aus der aktuellen Situation sehen.
Der gestellte Insolvenzantrag bietet für alle Beteiligten aber auch die Chance auf einen guten Neubeginn und eine großangelegte Sanierung des angeschlagenen Chipherstellers. Dieses wird wohl zum einen im Sinne der Freistaat Sachsen und zum Anderen von Infineon als Besitzer von Qimonda liegen. Neben den Interessen auf Sanierung wird aber auch leider die Verlierer geben und das werden wohl die noch angestellten Mitarbeiter sein, da diese generell die ersten Opfer bei einer wirtschaftlichen Restrukturierung eines angeschlagenen Wirtschaftsunternehmen sind.
Die Insolvenz von Qimonda war seit langen überfällig, da die aktuelle Ausrichtung der Firma nicht den wirtschaftlichen Gegebenheiten der weltweiten und begrenzten Chipherstellerbranche und daher bietet diese Insolvenzantrag die sehr gute Chance auf einen guten Neubeginn und diese allerletzte Chance sollte das Unternehmen nutzen da ansonsten dort für immer die Lichter ausgehen werden.
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