Am kommenden Montag beginnen in Hannover die Tarifverhandlungen für die 2,4 Millionen Beschäftigte im Bereich des öffentlichen Dienstes. Die horrenden Forderung der Gewerkschaft liegen bei sage und schreibe in Höhe von 8,0 % für den neuen Tarifabschluß für die Mitglieder der Gewerkschaft Verdi und die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, für die die neue Tarifabschluß normalerweise übernommen wird.
Die Gewerkschaft begründet Ihre sehr hohen Tarifforderungen mit der Begründung des langjährigen Lohnverzichtes durch Ihre Mitglieder und zugleich sollte der kommende Abschluß ökonomisch vernünftigt für die Gewerkschaftmitglieder sein. Die Gewerkschaft will dafür sorgen, daß ihre Mitglieder endlich wieder mehr in den Geldbörsen haben. Man kann die Sichtweise der Gewerkschaften zwar hier verstehen, aber würde dieser Abschluß so übernommen, würde das den Staat und die öffentliche Hand ca. 2,5 Millarden € kurzfristig zusätzlich kosten und wo das Geld zur Zeiten eines wirtschaftlichen Abschwunges in Deutschland hergenommen werden soll, steht in den Sternen. Man muß sicher fragen, ob bei der Gewerkschaft Verdi der Anspruch und die Realität aufgrund dieser hohen Tarifforderung noch übereinstimmen.
Es ist zwar zu verstehen, daß die Beschäftigten im öffentlichen Dienst einen Lohnzuwachs erhalten sollen, aber dieser sollte sich im realen Rahmen aller anderen Lonabschlüße der anderen Gewerkschaften liegen. Bei Vedi wird, wie schon beim letzten Arbeitskampf mit 15 wöchigem Streik, über Streikmaßnahmen in den nächsten Wochen nachgedacht, obwohl die Gespräche noch nicht mal angefangen haben.
Im Normalfall wird der zukünftige Tarifabschluß im öffentlichen Dienst auch für die Landesbeamten übernommen und wofür dieses Geld von den Kommunen genommen werden soll, ist zur Zeit noch sehr fraglich. Man darf hier nur hoffen und kann nur abwarten, wo und in welcher Höhe der kommende Tarifabschluß zwischen Gewerkschaft und den Arbeitgebern des öffentlichen Dienst leigen wird. Das Ziel für beide Seiten heißt hier das Gesicht wahren unter einem ökonimischen Prinzip, womit beide Tarifparteien leben können.
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