Heute Abend ist Showdown im Bundeskanzleramt im weißen Berlin und es treffen sich dort die Spitzen der Großen Koalition und beraten abschließend über den genauen Maßnahmenkatalog des bis zu 50 Milliarden € schweren Konjunkturpaketes II. Man darf nun entgütig als konsumierenden Verbraucher oder produzierender Arbeitgeber mit Sitz in Deutschland gespannt sein, welche genauen Maßnahmen heute beschlossen werden, um die deutsche Wirtschaft unter Berücksichtigung der aktuellen schlechten weltweiten Wirtschaftsentwicklung da so geplant und umgesetzt werden soll in den kommenden Monaten.
Es muß heute ganz besonders darauf geachtet werden, dass beide großen politischen Lager ihre jeweiligen vorbereiteten Konjunkturpakete unbedingt durchsetzten wollen, da ja bekanntlich in knapp 9 Monaten die nächste Bundestagswahl vor der Tür steht. Daher sollte man genau hinschauen, wer was und welche Investitionsvorschläge und Abgabensenkungen für sich selbst in Anspruch nehmen zu können und sozusagen seinen Stempel für den jeweils betreffenden Themenbereich durchsetzten wird.
Der geneigte Leser beachte bitte, daß beide Partien sehr unterschiedliche Maßnahmenpakete vorbereitet haben. Die SPD will z. B. eine Reichensteuer für alle Millionäre in Deutschland einführen und die Christdemokraten wollen den Grundfreibetrag der Steuern auf knapp über 8.000 € jährlich anheben. Jede der beiden großen Volksparteien vertreten andere Interessensgruppen und haben somit bestimmte Zielgruppen für die sie unbedingt etwas gegenüber dem politischen Gegner durchsetzten wollen und auch müssen, um nicht an deren Glaubwürdigkeit etwas zu verlieren.
Der übergreifende parteipolitische Kompromiß inklusive Steuer- und Abgabensenkungen für alle und vorgezogenen Investitionen durch die öffentliche Hand, um die angeschlagene deutsche Industrie wieder auf den richtigen Weg zu bringen, um der aktuellen Wirtschaftskrise am Besten zu begegnen. Dieses ist und sollte das Ziel heute in Berlin in der Großen Runde bleiben und nichts anderes.
Es darf für den deutschen Steuerzahler gehofft werden, daß unter dem Strich für jeden was übrig bleiben wird. Da man heute auch der Presse entnehmen konnte, daß die Zahl der Kurzarbeiter hier zu lande deutlich in den letzten Wochen rapide angestiegen ist, da Daimler Benz, Thyssen Krupp und auch der Chemiegigant BASF für mehrere 10.000 Mitarbeiter Kurzarbeitgeld beantragt haben Man kann daher nur hoffen, daß es heute abend einen Sieger geben wird und das sollte ein beschlossenen Konjunkturpaket II für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland sein und nicht eine politische Partei, die meint, ihr Gesicht wahren zu müssen.
Kommentare