Fünf einfache Tipps zum sicheren Umgang mit Kreditkarten
Ob Bücher und Elektronik beim Online-Versand, der Anzug im Modehaus
oder die Tankfüllung Benzin an der Tankstelle. Es gibt kaum etwas, das
man nicht bequem und schnell bargeldlos bezahlen kann. Und das
weltweit. Dazu die Möglichkeit, 24 Stunden am Tag an Tausenden von
Automaten Geld abzuheben. Kreditkarten haben den Einkauf revolutioniert
– ein kleines Stück Plastik und sein Besitzer wird kreditwürdig, in New
York genauso wie in Buxtehude oder Kairo.
Mit mehr als 114 Mio. in Deutschland registrierten Kreditkarten besitzt
jeder Bundesbürger im Durchschnitt 1,38 Kreditkarten. MasterCard, Visa
und American Express haben nichtsdestotrotz gerade in letzter Zeit mit
einem Imageproblem zu kämpfen. Vor allem die spektakulären
Skimming-Fälle, dabei handelt es sich um Datendiebstahl mit Hilfe von
auf Geldautomaten angebrachten Aufsätzen, haben ein großes mediales
Echo erzeugt.
Unsere fünf Tipps zeigen auf, wo Gefahren lauern, auf was man achten
sollte, und wie man sich mit einfachen Mitteln vor
Kreditkartenmissbrauch schützen kann.
1. Achten Sie auf Vorsätze auf Geldautomaten
Als äußerst dreist und damit medienwirksam hat sich das Skimming
erwiesen. Die Qualität der auf einzelne Automatentypen angepassten
Vorsätze schwankt von wackelnden Billigvorsätzen bis hin zu passgenauer
Wertarbeit, immer jedoch wird mit dem Skimming-Aufsatz das
Kreditkartenlesegerät so manipuliert, dass die Daten der Kreditkarte
von den Betrügern ausgelesen und gespeichert werden können. Die
Geheimnummer wird parallel mit einer Minikamera oder einer Tastatur,
die ebenfalls am Automaten befestigt sind, aufgezeichnet. Mit den Daten
können die Diebe dann im Ausland – von in Deutschland aufgestellten
Automaten kann wegen der fehlenden Sicherheitsmerkmale der kopierten
Karte kein Geld abgehoben werden – das Konto des Opfers leerräumen.
Außer Ärger haben Bankkunden jedoch nicht allzu viel zu befürchten, da
die Banken in aller Regel für die entstandenen Verluste haften. Dennoch
kann und sollte man natürlich Vorsichtsmaßnahmen treffen, um nicht
Opfer eines Skimmers zu werden.
Minderwertige Vorsätze fallen durch ihr nicht zum Automaten passendes
Aussehen auf, bei hochwertigen Produkten erkennen jedoch oftmals nur
Experten den Vorsatz auf den ersten Blick. Meist werden
Skimming-Vorsätze mit Klebeband am Automaten befestigt, sitzen also
recht locker. Daher der Rat: Rütteln Sie einfach an dem Leseschlitz
bzw. dem Automaten!
2. Lassen Sie Ihre Karte nicht allein
Viel älter als das Skimming ist der einfache Diebstahl, der immer noch
nicht aus der Mode gekommen ist. Besonders perfide ist die Manipulation
des Kreditkartenlesegeräts. Dabei wird das Lesegerät so manipuliert,
dass die Kreditkarte im Schlitz stecken bleibt. Entfernt sich der
Besitzer der Kreditkarte, holt der Dieb die Karte mit Hilfe einer
Drahtschlinge aus dem Schlitz. Auf Nummer sicher geht, wer die Karte
noch vor Ort per Handy sperren lässt.
Dem klassischen Diebstahl kann man ebenfalls recht einfach vorbeugen,
indem man Kreditkarten weder offen, noch im Auto liegen lässt. Auch
Brief- und Handtasche sollten nicht unbeobachtet gelassen werden.
3. Denken Sie an Ihre PIN – aber schreiben Sie sie nicht auf
Natürlich lässt sich schon mit der Kreditkarte allein einiges an
Schaden anrichten, richtig teuer wird es allerdings, wenn der Dieb auch
die PIN-Nummer besitzt. Wer die PIN im Geldbeutel aufbewahrt oder sie
gar auf der Karte notiert, wird aufgrund dieses grob fahrlässigen
Verhaltens auf dem Schaden sitzen bleiben. In dem Fall wird die Bank
den Verlust keinesfalls ersetzen. Allerdings kann die PIN natürlich
nicht nur geklaut, sondern auch ausgespäht werden. Entweder durch
Einsatz einer Minikamera, oder durch einen Blick über die Schulter.
Deswegen sollte es nicht nur selbstverständlich sein, seine Geheimzahl
nicht im Geldbeutel aufzubewahren, sondern auch bei der Eingabe der PIN
das Tastenfeld so zu verdecken, dass weder Kamera noch Hintermann einen
Blick darauf werfen können.
4. Lassen Sie bei einem Verlust Ihre Kreditkarte sofort sperren
Wenn eine Kreditkarte abhanden kommt, ob verloren oder gestohlen ist
egal, zählt jede Minute. Lassen Sie Ihre verlorene Karte sofort
sperren. Am besten wenden Sie Sich an die „Zentrale Anlaufstelle zur
Sperrung elektronischer Berechtigungen“. Glücklicherweise ist die
Telefonnummer der Anlaufstelle kürzer als ihr Name: Unter der 116 116
erreicht man sie kostenlos aus allen Netzen. Auch aus dem Ausland ist
die Anlaufstelle zu erreichen, und zwar unter der 0049 0 116 116.
Hierbei fallen die üblichen Gebühren an.
Auf Nummer sicher gehen Sie mit einer regelmäßigen Kontrolle der
Bewegungen auf Ihrem Kreditkartenkonto. Verdächtige Transaktionen
können auf diese Weise frühzeitig entdeckt und größere Verluste
vermieden werden.
5. Achten Sie auch Online auf Ihre Kreditkartendaten
Die PIN-Nummer hat nicht nur im Geldbeutel nichts verloren. Auch auf
dem PC sollte sie nicht gespeichert werden. Trojaner haben sonst allzu
leichtes Spiel. Keylogger, Trojaner und Co. sollten natürlich von
vornherein nicht auf Ihren PC gelangen. Dazu sind nicht nur eine
aktuelle Virensoftware und ein Firewall notwendig, auch der Nutzer muss
seinen Teil dazu beitragen.
Wer auf dubiosen Internetseiten seine Kreditkartendaten eingibt,
braucht sich über ein dickes Minus am Ende des Monats nicht zu wundern.
Vorsicht ist auch geboten bei sogenannten Phishing-Mails. Mit offiziell
aussehenden E-Mails, der Absender gibt sich meist als Bank aus, soll
man zur Eingabe von PIN, Kreditkarten- und Kontodaten gebracht werden.
Es ist unbedingt zu empfehlen, auch offiziell aussehenden E-Mails erst
einmal zu misstrauen.
Fünf Tipps zum sicheren Umgang mit Kreditkarten
1.Achten Sie auf Vorsätze auf Geldautomaten
2.Lassen Sie Ihre Karte nicht allein
3.Denken Sie an Ihre PIN – aber schreiben Sie sie nicht auf
4.Lassen Sie bei einem Verlust Ihre Kreditkarte sofort sperren
5.Achten Sie auch Online auf Ihre Kreditkartendaten
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